Meine ersten Wochen

Beitragsbild-Erste-Wochen KopieIn Lateinamerika ist es üblich, das Neugeborene in den ersten Wochen nicht viel Besuch empfangen, oder gar nach draußen dürfen. Ich wurde noch nicht mal auf den Balkon gestellt. Fairerweise muss man aber auch sagen, das Türen und Fenstern immer offen stehen, so das es kaum einen Unterschied zwischen drinnen und draußen gibt, weil die Luft von draußen sowieso durch die ganze Hütte pfeift. Dazu kommt, dass die ersten Wochen ohnehin Sommer pur war und es bis Mai keinen Tropfen regnet, der den Smog und den Staub der Stadt aus der Balkonluft waschen würde.

So blieb ich denn drinnen und vergnügte mich mit Mama und Papa. Meine Krankenschwester kam die ersten Wochen täglich morgens und abends und für die groben Arbeiten, wie Badewasser vorbereiten, Milch zubereiten und voll gekackte Windel wegräumen, dazu war ja der Papa da. Und wenn er mit seinen niederen Arbeiten fertig war, wurde er zum hundertsten Mal gefragt, ob er sich auch die Händegewaschen hat, bevor er Prinzessin Vivien wieder berühren durfte. Hatte er natürlich.

Ansonsten … Schlafen, Baden, Pullern, Kackern, Milch trinken und dann wieder Schlafen. Heulen ja, ab und an, aber in einer erträglichen Dosis – auch abends und nachts war ich keine Gägmine (Heulsuse).

Eure Vivien-Sophia

Vivien-Sophia-Meine-eigene-Webseite-https://vivien.amwiesengrund.com

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